Zahnersatz ist nicht gerade günstig. Eine Zusatzversicherung kann die Kosten abmildern. Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe 267 Zahnzusatzversicherungen verglichen. Die Bestnote „Sehr gut” erhielten 26 Tarife.
Bewertet wurden die Leistungen für Zahnersatz unter Berücksichtigung der Regelversorgung, privat zu zahlender Zahnersatz, Inlays und Implantaten. Bei der Bewertung spielte ebenfalls eine Rolle, welche jährlichen Leistungsbegrenzungen gelten. Oft enthalten Tarife auch Leistungen zum Zahnerhalt, etwa zur professionellen Zahnreinigung oder zu Kunststofffüllungen.
Welcher Kundentyp bin ich?
Stiftung Warentest bestimmte drei Kundentypen, nämlich „Rundum sorglos“, „Gut und günstig“ und „Kasse genügt“. Diese sollen Patienten helfen, passende Angebote für ihren persönlichen Bedarf zu finden.
- Kundentyp „Rundum Sorglos“: Patienten wünschen ästhetische Perfektion und wollen sich beim Zahnersatz nicht mit Leistungseinschränkungen und Versicherungsklauseln befassen. Zu ihnen passt deshalb am besten eine Versicherung, die auch bei teuren Inlays oder der Versorgung mit mehreren Implantaten möglichst alle Kosten deckt. Diesen Rundumschutz lassen sie sich auch etwas kosten. Die Testsieger mit Bestnoten dieser Zahnzusatzversicherungen kosten für 43-Jährige 22 bis 58 Euro im Monat. Die monatlichen Beiträge steigen jedoch in fast allen Tarifen mit zunehmendem Lebensalter stufenweise auf 51 bis 88 Euro an.
Hier wären die Tarife der Barmenia „Mehr Zahn 100” und „Mehr Zahnvorsorge Bonus”, der Continentale „CEZE” oder der Deutsche Familienversicherung „DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100” laut Auswertung geeignet. - Kundentyp „Gut und günstig“: Zahnfarbene Keramik statt Metall im Mund – wenn die teurere Lösung Patienten überzeugt, soll es nicht am Geld scheitern. Deshalb sind sie bereit, einen Teil der Zahnarztrechnung trotz Versicherung selbst zu bezahlen. Wichtig ist ihnen, dass sie ihre laufenden Kosten durch die Versicherungsbeiträge im Blick haben und auch im höheren Alter für Ihre Zahnzusatzpolice nicht mehr als 30 Euro im Monat zahlen. Angebote mit dem Qualitätsurteil Gut (2,0) oder besser sind für 43-Jährige schon ab 7 Euro im Monat erhältlich.
Hier wären die Tarife bis 30 Euro monatlich der HanseMerkur „EZ+EZT”, der Allianz „Zahn Privat” oder auch der Debeka „EZ50” geeignet. Angebote mit dem Qualitätsurteil Gut (2,0) oder besser sind für 43-Jährige bereits ab 7 Euro im Monat erhältlich wie etwa von der Inter Versicherung mit dem Tarif „Z80”. - Kundentyp „Kasse genügt“: Das Thema Zahnersatz sehen Patienten hier pragmatisch, der Kassen-Standard ist für sie in Ordnung. Mehr Geld für ihre Zähne können oder wollen sie nicht ausgeben. Mit ihrer Versicherung möchten sie lediglich den Eigenanteil an der Regelversorgung abdecken. Die Alternative wäre, dass Patienten dafür jeden Monat etwas Geld zur Seite legen. Da das nicht realistisch ist, brauchen sie eine Versicherung, damit sie im Ernstfall genug Geld für Krone oder Brücke haben. Passende Policen gibt es ab 6 Euro im Monat für 43-Jährige.
Sehr günstige Tarife mit Basisschutz bieten laut Stiftung Warentest beispielsweise die Generali Plan mit „Z3”, R+V „Zahn Classic” (Z3U), DKV „KombiMed KDT” und Cosmos Direkt (Envivas) „ZahnFlex.S” an.
Das sind die besten Zahnzusatzversicherungen
Unter den mit „sehr gut (0,5)” bewerteten Zahnzusatzversicherungen sind beispielsweise die Barmenia mit ihrem Tarif „Mehr Zahn 100” mit einem Monatsbeitrag von 23 Euro ab 33 Jahren und 50 Euro ab 53 Jahren, die Berlin Direkt mit dem Tarif „DZL” mit 27 Euro ab 33 Jahren und 40 Euro ab 53 Jahren, die Deutsche Familienversicherung mit dem Tarif „DFV-ZahnSchutz Exklusiv 100” mit 32 Euro ab 33 Jahren und 54 Euro ab 53 Jahren. Ebenfalls mit der Bestnote versehen sind Die Bayerische mit dem Tarif „Zahn Prestige”, die Huk-Coburg mit dem Tarif „ZZ Pro100” sowie die Signal Iduna mit dem Tarif „Zahn Exklusiv”.
Quelle: Stiftung Warentest
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