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Was bei der Bleaching-Beratung wichtig ist

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Weißer geht’s nicht

Was bei der Bleaching-Beratung wichtig ist

Strahlend weiße Zähne, das wünschen sich immer mehr Patienten. Dementsprechend steigt auch die Nachfrage nach Bleaching in der Praxis.

Copyright © wowow – shutterstock

Gerade in den letzten Jahren hat Bleaching einen festen Platz in vielen Zahnarztpraxen eingenommen. Die Patienten fragen immer wieder – insbesondere beim Praxis-Team – nach Möglichkeiten für weißere Zähne. Für DENTAL team gibt DH Karola Westrup Tipps rund um die Zahnaufhellung.

Auch Westrup trifft während der Prophylaxesitzungen oftmals auf die Frage nach weißeren Zähnen. „Wenn ich einen solchen Patienten bei mir im Behandlungsstuhl habe, beginne ich tatsächlich zuallererst mit der Frage: ,Was wünschen Sie sich wirklich für Ihre Zähne?‘ Ganz schnell stellt sich heraus, dass sich der Patient eigentlich nur hellere Zähne wünscht, angelehnt an das typische Hollywoodlächeln.“

Beratung ist wichtig

Hellere Zähne seien mit Bleaching kein Problem, doch das wahre Hollywoodlächeln schon, denn es ist eine Zahnfarbe, die sehr häufig unnatürlich wirkt. „Jeder Zahn reagiert unterschiedlich positiv auf das Bleaching und wird dementsprechend auch unterschiedlich strahlend weiß.“ Deshalb sei es auch wichtig, anhand von Farbskalen gemeinsam mit dem Patienten zu klären, was wirklich durch ein Bleaching erreicht werden kann.

Kombi aus zwei Methoden

Natürlich müssen auch die Risiken in der Beratung angesprochen werden. Denn: Infolge einer Zahnaufhellung können Schmerzempfindlichkeiten auftreten. Bei Patienten mit Fluorosen können sogar Dentinschmerzen (pulsierende Schmerzen) auftreten. „Diese Patienten sollte man sehr genau beraten und ihnen erklären, dass man mit einer professionellen Zahnreinigung auch schon viel erreichen kann“, rät Westrup.

Generell empfiehlt die Dentalhygienikerin ihren Patienten ein Home-Bleaching – auch in Kombination mit In-Office-Bleaching. Für Westrup erzielt diese Variante die besten Ergebnisse. Ihre Erfahrung ist, dass der Patient nach einer gewissen Zeit nach dem direkten Bleaching seine Zähne nicht mehr als so weiß empfindet. „Mit dem Home-Bleaching kann der Patient selbst entscheiden, wann und wie oft er nachbleachen möchte.

Empfindlichkeiten nach dem Bleaching

Sollten nach der Zahnaufhellung Empfindlichkeiten auftreten, arbeitet Westrup in ihrer Praxis mit einer speziellen Zahncreme, die eine Kombination aus Xylitol und Hydroxylapatit enthält. „Wir lassen unsere Patienten eine Woche vor ihrem Bleachingtermin damit putzen.“ Die DH und ihre Kolleginnen konnten beobachten, dass danach weniger Patienten von Problemen nach der Zahnaufhellung berichteten. Sollten dennoch Empfindlichkeiten auftreten, dann rät Westrup dazu, die Produkte zu empfehlen, die auch vonseiten der Bleachingmittel-Hersteller empfohlen werden. Zusätzlich können auch Produkte mit Natriumfluorid bei Empfindlichkeiten helfen.

Wichtig sei es zudem, dass Patienten zur Mitarbeit bereit sind, um gute Bleaching-Ergebnisse zu erhalten. 24 Stunden nach der Zahnaufhellung beispielsweise sollte eine „weiße Diät“ eingehalten werden. Das heißt, Lebensmittel mit dunklen Farben, wie etwa Curry, Ketchup, Rotwein, dunkle Saucen, Tee oder Kaffee, sind zu meiden. Ebenfalls verzichtet werden sollte aufs Rauchen und auf säurehaltige Getränke wie Weißwein. „Die Patienten sollten lieber stilles Mineralwasser trinken.“

Für Westrup gibt es auch klare Kontraindikationen für die Zahnaufhellung, insbesondere bei Patienten mit Zahnersatz, da man Kronen nicht bleachen kann. Auch jungen Patienten unter 20 Jahren empfiehlt sie kein Bleaching, da bei diesen das Pulpahorn noch zu stark ausgeprägt sei, was zu starken Empfindlichkeiten führen könnte. „Schwangere Patientinnen und Patienten, die generell bereits stark schmerzempfindliche Zähne haben, sollten ebenfalls auf ein Bleaching verzichten.“

Auswirkungen aufs Adhäsiv

Einige Studien sprechen davon, dass sich Bleaching bei Adhäsiven negativ auf die Haftkraft am Dentin auswirken könnte. Aus ihrer täglichen Praxis und aus zahlreichen Gesprächen mit Kolleginnen kann Westrup diese Erfahrung nicht bestätigen. „Wichtig ist dabei zu beachten, dass nach erfolgtem Bleaching eine Karenzzeit von fünf bis zehn Tagen (fallbezogen) einzuhalten ist, bevor adhäsive Restaurationen wieder vorgenommen werden dürfen.“

Eine Besonderheit gilt für das Aufhellen von Zähnen nach einer Wurzelkanalbehandlung. Bei der „Walking-Bleach-Methode“ wird ein spezielles Bleichmittel in den oberen Teil des Wurzelkanals eingebracht und der Zahn wieder provisorisch verschlossen. Diese Prozedur wird so lange wiederholt, bis der gewünschte Farbton erreicht wird.

Alternativen zum Bleaching

Es gibt natürlich auch Alternativen zum Bleaching – verschiedene andere Methoden, um einen Zahn aufzuhellen. Erster Schritt, um die passende Methode zu finden, ist dann immer, die Ursache für die Zahnverfärbung herauszufinden.

Generell gilt: Mit professioneller Zahnreinigung erreicht man beim Patienten, der nur leichte Verfärbungen hat, bereits eine leichte Aufhellung. Eine gute Mundhygiene führt auch dazu, dass sich ein Zahn erst gar nicht richtig verfärbt. „Und schließlich kann man hochwertige und langlebige helle Zähne natürlich auch mit einem guten Zahnersatz erhalten.

Bleachingmethoden
  • OTC-Produkte: Frei verkäufliche Bleaching-Materialien aus der Drogerie (zum Aufpinseln, als Strips oder in vorgefertigten Schienen). Diese Produkte enthalten Bleichmittel in geringerer Konzentration.
  • Home-Bleaching: Zahnaufhellung aus der Praxis mit individuell angepassten Schienen, in die Karbamidperoxid-Gel eingefüllt wird und die man dann zu Hause entweder ein bis zwei Stunden am Abend oder über Nacht trägt. Die Schienen werden ca. zwei Wochen getragen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
  • In-Office-Bleaching: Zahnaufhellung in der Zahnarztpraxis in zwei bis vier Sitzungen. Dazu wird ein deutlich höher dosiertes Gel benutzt, das in der Praxis 20 bis 30 Minuten einwirken muss und zusätzlich mit speziellen Lampen erwärmt werden kann.


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  1. Felix

    13 Juli

    Wie ihr sagt, ist Beratung absolut essenziell. In dem Zusammenhang stimmt es auch, dass jeder Zahn unterschiedlich reagiert. Als ich mich beraten ließ, fand ich heraus, dass Implantate zum Beispiel nicht die gewünschte Farbe annehmen.

  2. Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Bleaching. Interessant, dass bei einer mikroskopischen Wurzelkanalbehandlung ein spezielles Bleichmittel in den oberen Teil des Wurzelkanals eingebracht wird. Ich habe aktuell Zahnschmerzen an der Zahnwurzel und werde das dann auch bei mir machen lassen.

  3. Anton Schneider

    23 September

    Gut zu wissen, was bei der Bleaching Beratung wichtig ist. Ich habe auch schon überlegt, meine Zähne bleichen zu lassen. Ich werde wohl mal ein Beratungstermin machen.

  4. Melanie Samsel

    25 September

    Danke für den Artikel! Ich spiele schon lange mit dem Gedanken, zum Bleaching zu gehen. Ich denke, ich mache mir auch bald einen Termin dafür. Aber ich werde mich trotzdem erstmal bemühen, die Ursache für die Zahnverfärbung herauszufinden, danke für den Hinweis!

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