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Nährwerttabelle sorgt für den Durchblick

Versteckter Zucker in Lebensmitteln

Nährwerttabelle sorgt für den Durchblick

Erst ab Mitte Dezember 2016 sind die Angaben Pflicht.

Oft steckt Zucker in Lebensmitteln, bei denen es der Patient gar nicht vermutet. Um mehr Klarheit zu schaffen, kennzeichnen Hersteller in der Nährwerttabelle auf den Verpackungen, wie viel Zucker 100 g bzw. 100 ml eines Lebensmittels enthalten. Das hat die EU-Lebensmittelinformationsverordnung geregelt.

Diese Angabe nützt Patienten, die auf ihre (Zahn-)Gesundheit achten: "So kann der Verbraucher unterschiedliche Pro­dukte direkt miteinander ver­gleichen", heißt es bei der Initiative proDente. Die vorher übliche Angabe pro Portion habe einen Vergleich mehrerer Produk­te schwierig gemacht.

Nährwerttabellen sind noch freiwillig

Bislang sind die Nährwerttabellen auf verpackten Lebensmitteln jedoch noch eine freiwillige Angabe. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Kennzeichnung nur in bestimmten Fällen, wie der Verbraucherzentrale Bundesverband aufklärt: Lebensmittel, die mit einem besonderen Nährwert oder einer Wirkung auf die Gesundheit werben, zum Beispiel „zuckerfrei“ oder „reich an Vitamin C“, müssen die Tabelle aufdrucken. Auch auf Säuglingsnahrung ist die Nährwertkennzeichnung Pflicht.

Die EU-Lebensmittelinformationsverordnung fordert eine Nährwertkennzeichnung auf fast allen fertig verpackten Lebensmitteln. Doch diese Verpflichtung gilt erst ab dem 13. Dezember 2016.

Zucker verbirgt sich hinter vielen Bezeichnungen

Die Nährwerttabelle verrät also auch, wie viel Zucker in dem Lebensmittel enthalten ist. Doch neben dem eigentlichen Begriff „Zucker“ gibt es etwa 70 weitere Be­zeichnungen für süßende Zutaten und/oder für Zutaten, die dem Zuckergehalt hinzuge­rechnet werden müs­sen, so proDente.

Wird Zucker genannt, ist der nor­male Haus­haltszucker (Saccharose) gemeint. Doch Vorsicht: Auch hinter Begriffen wie Süßmolkepulver oder Glukose-Fruktose-Sirup verbirgt sich zahnschädigender Zucker. Denn Milch-, Trauben- und Fruchtzucker werden von Kariesbakterien genauso zu Säu­ren umgewandelt, wie her­kömmlicher Haus­haltszucker.



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