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Vielfältiges Programm fürs Praxisteam

Deutscher Zahnärztetag

Vielfältiges Programm fürs Praxisteam

Während des Deutschen Zahnärztetages fanden in den Räumlichkeiten der Fortbildungsakademie Zahmedizin Hessen (FAZH) abwechslungsreiche Workshops für das Praxisteam statt.

Das Programm fürs Praxisteam beim Deutschen Zahnärztetag, der am vergangenen Wochenende in Frankfurt veranstaltet wurde, konnten Praxismitarbeiter aus einem bunten Potpourri verschiedener Vorträge und Hands on-Workshops wählen.

Am Freitagvormittag ging es direkt mit einem Seminar los, bei dem die ZFA selbst aktiv werden mussten: „Mit Systematik zum Ziel“, so hieß der Hands-on-Workshop, bei dem Zahnärztin Susanne Amberg und ZMF Graziella Barthmann den zehn Seminar-Teilnehmerinnen erklärten, was bei einer parodontologischen Behandlung im Besonderen beachtet werden muss.

Dr. Karina Obreja, Oberärztin im Frankfurter Carolinum, trat bei ihrem Vortrag zum Thema „Der Risikopatient in der Prophylaxe“ mit ihren Zuhörerinnen in den Austausch. Sie erklärte, welche allgemeinmedizinische Vorerkrankungen bei der alltäglichen Arbeit in der Praxis zur Komplikationen führen können und zeigte sehr anschaulich, wie man im Ernstfall richtig handelt. Im Speziellen ging sie hier auf verschiedene Mundschleimhauterkrankungen ein. Anhand von  von vielen Bilden und zahlreichen Fallbeispielen, erkläre Obreja, wie diese zu diagnostizieren sind und wie mit solchen Patienten verfahren werden sollte. Spezielle Anamnese-Bögen, die lediglich die Mundschleimhauterkrankungen protokollieren, wären eine Möglichkeit.

Alterszahnmedizin und Prävention

Zum Thema „Alterszahnmedizin und Prävention“ hielt Prof. Dr. Reiner Biffar von der Universität Greifswald einen Vortrag. Der Zahnarzt und Epidemiologe erklärte, dass angesichts der demografischen Entwicklung in Zukunft immer mehr alte Patienten in die Praxis kommen würden. Auch das Praxisteam müsse sich daher immer mehr auf die speziellen Bedürfnisse dieser Patientengruppe einstellen. In diesem Zusammenhang verließ Biffar auch kurzzeitig das eigene Fach. Er erklärte den Teilnehmern nicht nur, welche Herausforderung die Zahnmedizin angesichts dieser wachsenden Patientengruppe erwartet, sondern versuchte ihnen zu verdeutlichen, dass der Umgang mit einem alten Patienten vor allem eins von ihnen abverlangen würde: Verständnis und Geduld. Dies wurde klar, als Biffar den richtigen Umgang mit Demenz-Patienten beschrieb, der vor allem durch einen Appell geprägt war: “Bewahren Sie in jedem Fall immer Ruhe.”

Am Samstag konnten die Teilnehmerinnen beim Notfallseminar “Der nächste Notfall kommt bestimmt” ihre Kenntnisse im Bereich der Ersten Hilfe auffrischen. Auch im Hands-on-Workshop “Erfolgreicher Start in die Prophylaxe-Sitzung” ging es praxisnah zu: Hier erklärte Dentalhygienikerin Tanja Lüders den Praxismitarbeiterinnen wie sie gesundheitsschonend sitzen und instrumentieren.



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