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Weg mit den White Spots

Ein strahlendes Lächeln ist der Wunsch vieler Menschen. Weiße, makellose Zähne stehen dabei ganz oben auf der Liste. Doch selbst bei sorgfältigster Pflege und perfekter Ästhetik können unerwünschte weiße Flecken – auch als White Spots oder Kreideflecken bekannt – auftreten.

Hierbei handelt es sich um ein Vorstadium der Karies – die Initialkaries. Karies wird von Patienten oft mit braun-schwarzen „Löchern“ (Brown Spots) assoziiert, doch auch weiße Flecken können auf Zahnprobleme hinweisen. In dieser frühen Phase verursachen sie weder Schmerzen noch Empfindlichkeiten gegenüber Temperaturunterschieden.

Entstehung
White Spots entstehen durch die Demineralisierung des Zahnschmelzes. Dieser Prozess wird durch Säuren hervorgerufen, die von Kariesbakterien im Zahnbelag (Plaque) im Mund produziert werden. Sie greifen den Zahnschmelz an und führen zu Demineralisierung. Dabei werden Mineralien wie Kalzium und Phosphat aus dem Zahnschmelz gelöst, was zu einer porösen Struktur führt, die Licht anders reflektiert und diese als weiße Flecken sichtbar macht.

Ursachen
White Spots können durch verschiedene Faktoren entstehen. Eine davon ist eine übermäßige Aufnahme von Fluorid, insbesondere während der Zahnentwicklung. Dies kann durch Fluoridpräparate, fluoridhaltige Zahnpasta oder -Spülungen verursacht werden. Des Weiteren kann unzureichende Mundhygiene zu Plaqueansammlungen führen, die die umgebende Oberfläche beeinträchtigen und die Entstehung von White Spots begünstigt. Die White Spots entstehen häufig auch als Nebenwirkung von kieferorthopädischen Behandlungen mit festsitzender Apparatur. Betroffen sind hier vor allem die glatten Oberflächen. Die adhäsiv befestigten Brackets vereinfachen zwar die kieferorthopädische Behandlung, erschweren jedoch eine sorgfältige Reinigung der umgebenden Zahnoberflächen und führen zu einer Plaque-Akkumulation und fördern so die Bildung von kariösen Läsionen in diesem Bereich. Hier eine gute Mundhygiene zu betreiben, er ordert sehr viel Motivation, die Teenagern – ein Alter, in dem überwiegend feste Spangen getragen werden – häufig fehlt. Diese Nachlässigkeit begünstigt dann die Entstehung von Karies.

Doch nicht nur im Teenageralter fördert eine unzureichende Mundhygiene die Plaquebildung. Vielmehr stellt sie in jedem Alter ein Risiko dar. Weitere Risikofaktoren bilden Xerostomie oder ein vermindertes Speichelaufkommen, denn diese führen zu einem reduzierten Speichelfluss, wodurch den Zähnen der natürliche Schutz und die reinigende Wirkung des Speichels fehlen. Dies begünstigt ebenso die Kariesentstehung. Auch eine stark zuckerhaltige Ernährungsweise kann die Entstehung von White Spots ermöglichen. Durch Pigmente aus Nahrungs- und Genussmitteln sowie Getränken können die weißen Flecken Verfärbungen annehmen und dunkle Flecken entstehen. Diese Pigmente begünstigen dann ebenfalls die Entwicklung von Karies.

Maßnahmen und Behandlung
Die Früherkennung von White Spots ist entscheidend. Ein Zahnarztbesuch sollte erfolgen, sobald man sie entdeckt. Unbehandelt können sie den Zahn nachhaltig schädigen oder sogar eine Füllung erforderlich werden lassen. Der erste Behandlungsschritt bei White Spots ist die lokale Anwendung von Fluoriden (CCP-ACP usw.) durch den Zahnarzt oder die Prophylaxefachkräfte. Eine Verbesserung der Mundhygiene kann ebenfalls zur Remineralisierung des demineralisierten Zahnschmelzes führen. Eine Fluoridierung kann dazu beitragen, ein Fortschreiten der Karies zu stoppen. Im besten Fall verschwinden die Flecken, sie können jedoch auch sichtbar bleiben und eine deutliche Einschränkung des ästhetischen Erscheinungsbildes darstellen. Eine weitere Behandlungsalternative ist die sogenannte Remineralisationstherapie. Hier stellt Curodont Repair (vVardis) eine vielversprechende Behandlungsmöglichkeit für White Spots und kariöse Frühläsionen dar. Dieses Therapieverfahren ist auf die Regeneration aktiver, jedoch nicht kavitierter Initialkariesläsionen ausgerichtet. Es handelt sich um eine nicht-invasive und somit sehr substanzschonende Methode. Ein herausragendes Merkmal von Curodont Repair ist die Monomer-Peptid-10 Technologie. Durch diese Innovation wird eine Peptid-Matrix zügig in die Tiefe der aktiven Defekte eingebracht und fördert dort die Bildung neuer Hyroxylapatit-Kristalle. Im Vergleich dazu wirken viele andere Remineralisierungsmittel wie Fluoride eher oberflächlich. Diese Methode ist ebenfalls einfach anzuwenden, schmerzfrei und daher auch für alle Patienten geeignet.

Eine Behandlungsalternative stellt die Remineralisationstherapie dar, beispielsweise mit Curodont Repair (vVardis).

Vorbeugung von Karies und White Spots
Die richtige Mundhygiene ist der Schlüssel zur Vorbeugung von Karies und White Spots. Die Zähne sollten zweimal täglich gründlich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta geputzt werden und die Interdentalpflege mithilfe von Zahnseide, Bürstchen et cetera betrieben werden. Zur Optimierung kann einmal wöchentlich ein Gelee verwendet werden. Regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt und professionelle Zahnreinigungen sind wichtig, um eine individuelle Verbesserung der Mundhygiene zu erreichen und dem Patienten zu helfen, seine Mundgesundheit zu erhalten. Sinnvoll könnte auch eine Überprüfung der Ernährungsgewohnheiten sein, da vor allem ein hoher Zuckerkonsum die Entstehung von Karies begünstigt und daher möglichst reduziert werden sollte.

Hoher Zuckerkonsum begünstigt Karies und sollte verringert werden. Bild: Adobe Stock – cherezoff

Diagnose von (Initial-)Karies
Bei Initialkaries handelt es sich um das einzig reversible Stadium der Karies. Daher ist es entscheidend, Karies bereits in dieser Phase zu erkennen. Regelmäßige Kontrollbesuche (mindestens einmal im Jahr – besser halbjährlich) beim Zahnarzt sind unverzichtbar, um eine Früherkennung zu ermöglichen. Für die Diagnose stehen dem Zahnarzt verschiedene Methoden zur Verfügung: Röngtenaufnahmen (Bissflügel, Zahnfilm), Durchleuchtung des Zahnes mit Kaltlicht, Laserfluoreszenzmessung et cetera.

Unterscheidung White Spots und Dentalfluorose
White Spots werden oft mit Dentalfluorose verwechselt. Eine Dentalfluorose äußert sich in kreidigweißen symmetrischen Flecken auf den Zähnen, die häufig an den vorderen Schneidezähnen auftreten. Diese Flecken entstehen durch eine Störung der Mineralisation während der Zahnreifung, was zu Fleckenbildung oder sogar Defekten im Zahnschmelz führen kann. Die Ursache dafür liegt in einer übermäßigen Aufnahme von Fluorid während der Entwicklungsphase. Dies stört die Produktion des Zahnschmelzes, der normalerweise als Schutz vor äußeren Schäden dient. Auch andere Erkrankungen können fälschlicherweise mit White Spots verwechselt werden, wie z. B. Amelogenesis imperfecta, Schmelzdefekte bei Zöliakie, Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation et cetera.

Fazit
Durch eine konsequente Mundhygiene, regelmäßige Zahnarztbesuche und eine ausgewogene Ernährung kann White Spots vorgebeugt werden. Die bewusste und sorgfältige Pflege unserer Zahngesundheit ermöglicht es uns, langfristig ein strahlendes, gesundes Lächeln zu erhalten. Je früher White Spots erkannt werden, desto besser können sie behandelt werden. Eine Früherkennung ermöglicht nicht-invasiv
Behandlungen und trägt somit zur langfristigen Zahngesundheit bei.

Prävention
Vorbeugende Maßnahmen zur Verhinderung von Krankheiten und Zuständen. Im Fall von Karies sind dies vorbeugende Maßnahmen wie Mundhygiene, regelmäßige Zahnarztbesuche und Fluoridierung zur Vermeidung von Karies.

Nicht-invasiv
Behandlungsmethoden oder -verfahren, die keine Operation oder Eingriffe am Körper oder Zahn erfordern. Im Zusammenhang mit Karies sind dies vor allem Methoden zur Remineralisierung des Zahnschmelzes oder Fluoridierung.

Invasiv
Behandlungsmethoden oder -verfahren, die eine Operation oder Eingriffe am Körper oder Zahn erfordern. Bei Karies ist ein Beispiel hierfür die Behandlung mit einer Füllung, die den kariösen Bereich entfernt und mit einem Füllungsmaterial ersetzt.

Kariesstadium
1 caries superficialis: Schmelzkaries, Initialkaries, White Spot
2 caries media: Dentinkaries
3 caries profunda: Karies bis ins pulpanahe Dentin
4 caries pro unda complicata: Kariesbedingte Eröffnung der Pulpa

Bild: Adobe Stock – koti

Titelbild: Adobe Stock – Марина-Демешко

 


Kontakt
DH Désirée Voglau
Zahnarztpraxis Dr. Jakob & Kollegen
Gemeinschaftspraxis Dr. Jakob – Dr. Neumaier
Schrobenhausen

 



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