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Dentalmarkt: Diese Entwicklungen bot die id Süd

id infotage dental München 2015

Dentalmarkt: Diese Entwicklungen bot die id Süd

Rund 180 Aussteller informierten am vergangenen Wochenende auf der id Süd über die neuesten Entwicklungen im Markt der Dentalindustrie und die aktuellen Dienstleistungsangebote. Besonders im Fokus in diesem Jahr: der digitale Workflow in den Praxen sowie die Hygiene und damit verbundene Prozessdokumentationen. Thematisch passend waren deshalb auch die Vorträge in der „dental arena“.

Prof. Dr. Florian Beuer, Leiter der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre der Charité Berlin, fragte: „Was geht heute schon digital?“. Die Antwort: so ziemlich alles. Beuer präsentierte Möglichkeiten des digitalen Workflows in der Praxis, sowohl mit offenen wie auch geschlossenen Systemen. Er zeigte die Vorteile der digitalen Hilfsmittel, etwa des digitalen Abdrucks, zeigte aber auch die teilweise noch vorhandenen Nachteile.

„Gewerbeaufsicht ist nicht der Feind“

Dr. Michael Rottner beschäftigte sich in seinem Vortrag mit der Hygiene. „Aufbereitung von semikritischen und kritischen Übertragungsinstrumenten. Wie mache ich es richtig?“ lautete der Titel. Rottner, im Vorstand der Bayerischen Landeszahnärztekammer und dort zuständig für den Bereich Praxisführung, bereitete die Teilnehmer der „dental arena“ auf mögliche Praxisbegehungen vor. Sein Credo: „Die Gewerbeaufsicht ist nicht ihr Feind. Vor allem, wenn Sie gut vorbereitet sind.“

Der Besucherandrang in der Halle A6 in München war im Vergleich mit den Vorjahren recht ordentlich. Gerade an Ständen, die mit Aktionen oder ganz neuen Angeboten überzeugen konnten, warteten die Messebesucher teilweise in langen Reihen drum herum. Wie etwa bei Gerl Dental. Dort wurde beispielsweise am Patienten das Isolite Systems Absaugsystem mit Ausleuchtung für die optimale Alleinbehandlung ganz praktisch am Stuhl vorgeführt.

Auch sonst konnte die neueste Praxissoftware direkt vor Ort ausprobiert standen alle anderen digitalen Lösungen „zum Anfassen“ an den Ständen in der Münchener Messe bereit.

Zertifizierung hat sich gelohnt

Comcotec stellte mit SegoSoft die einzige Software zur Dokumentation der Aufbereitung von Medizinprodukten vor, die eine Sicherheitszertifizierung nach den Common Criteria durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhalten hat. Außerdem hat die Dokumentationssoftware als einzige eine Zulassung als Medizinprodukt. Doch hat sich die Zertifizierung überhaupt gelohnt?

„Auf jeden Fall“, sagte Steffen Rudat, Vertriebsleiter bei Comcotec. „Die Zertifizierung war zwar ein langwieriger und schmerzhafter Prozess, aber mit Verzögerung ist sie auch am Markt angekommen.“ Das mache sich in den Absatzzahlen bemerkbar und in den Rückmeldungen von den Kunden. Seit der IDS im März diesen Jahres arbeitete Comcotec außerdem intensiv an den Schnittstellen von SegoSoft. „Wir haben jetzt einen guten Status erreicht und können alle am Markt zur Zeit angebotenen Geräte in die Software mit einbinden“, erklärte Rudat. Zusätzlicher Pluspunkt dieser Arbeit: Die Software arbeitet sehr stabil, bereitet den Kunden keine Probleme und wird vor allem für ihre einfache Handhabung gelobt.

Ähnlich zufrieden wie mit der Resonanz der IDS war man in München auch bei orangedental. Im Fokus am Stand der Biberacher: Premium-Röntgen aus Seoul sowie natürlich die immer wichtiger werdenden Spezialgeräte, wie die digitale Parosonde pa-on, dem flexiblen Intraoralsensor Ez Sensor Soft oder dem Endogerät endo-safe. „Wir setzen unsere Anstrengungen weiterhin verstärkt in Richtung Innovationen aus eigener Produktion“, betonte Holger Essig, Mitglied der orangedental-Geschäftsleitung. Das Patentportfolio werde immer größer, was auch die Kunden immer mehr goutieren. „Das passt zu der Vision von Innovationen ,made in Germany’, die unser Geschäftsführer Stefan Kaltenbach von seinem Großvater übernommen hat.

App zeigt die Veränderung durch Zahnaufhellung

Gute Gespräche konstatierte Benno Walter, Geschäftsführer bei WHITEsmile. Das Unternehmen mit Produkten für die kosmetische und medizinische Zahnaufhellung zeigte in München auch eine neue Zahnaufhellungs-App für Android und iOS-Geräte. Diese zeige nach einem Selfie mit dem Smartphone die Ergebnisse einer Veränderung der Zahnfarbe beim Patienten. „Die App ist sowohl für Patienten als auch die Praxen erhältlich“, erklärte Walter. Mit dem Besucherinteresse in München war er auch zufrieden. „Die Resonanz war besser als bei den Dentalmessen in Leipzig und Hannover.

Nicht ganz so euphorisch war Roland Gruber, Leiter Vertrieb und Marketing bei W&H. Insgesamt beurteilte er den Messe-Herbst in der Dentalbranche bisher recht durchwachsen – selbst für ein IDS-Jahr. Deshalb habe man die Erwartungen für München etwas herunter geschraubt und diese wurden zumindest erfüllt. Der Fokus am W&H-Stand lag auf dem Bereich Hygiene. Besonders im Blickpunkt: der nagelneue Lisa Remote Sterilisator. „Wir liefern ihn erst seit einer Woche aus“, konnte Gruber vermelden. Die Reaktionen der Kunden waren bisher sehr gut. Der Klasse-B-Sterilisator liefert vor allem in punkto  Rückverfolgbarkeit neue Ansätze. Nicht nur durch die Netzwerkfähigkeit oder W-LAN-Integration. Über die neue mobile App lässt sich Lisa Remote bedienen und die Sterilisationsprozesse dokumentieren – also Fernüberwachung in Echtzeit.

ZFA Stefanie Weiß und ZFA Anne Kohlhund aus Landsberg am Berg waren zufrieden mit der id Süd. Sie waren bereits im zweiten Jahr hintereinander für die Dentalmesse in München. "Wir informieren uns einfach über alles, was es Neues auf dem Markt gibt", berichtet Weiß. Und gelohnt hat es sich. "Ich konnte sogar einige Produkte mitnehmen, die ich für meine demnächst anstehende Prüfung zur Prophylaxeassistentin gebrauchen kann", sagte Kohlhund. 



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