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Warum Bio-Zahnpasta meist nichts taugt

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ÖKO-TEST bewertet Bio-Zahncremes

Warum Bio-Zahnpasta meist nichts taugt

Nur 13 von 65 Bio-Zahnpasten für Erwachsene konnte ÖKO-TEST mit „sehr gut“ empfehlen.

Copyright © Anton Maltsev – stock.adobe.com

Bio und Natürlichkeit stehen zurzeit hoch im Kurs. Das gilt nicht nur für unseren Lifestyle und Lebensmittel, sondern gerade auch für Kosmetik- und Pflegeprodukte, die wir täglich nutzen. ÖKO-TEST hat jetzt 65 Bio-Zahncremes getestet und kommt bei den meisten zu einem vernichtenden Urteil. Es gibt allerdings ein paar Ausnahmen.

Kennst Du diese Situation auch? Eine Patientin schwört auf Bio-Zahnpasta, weil die “frei von schädlichem Fluorid und schlimmen Inhaltsstoffen ist”. Dabei ist gerade das Fluorid in der Zahnpasta wichtig für den Schutz vor Karies.

In den Drogeriemärkten gibt es im Zahnpflegebereich inzwischen eine ganze Reihe von Zahncremes, die damit werben, dass ihr Produkt “wohltuend” oder “im Einklang mit Mensch und Natur” ist. Doch hilft Bio-Zahnpasta tatsächlich bei der Bekämpfung von bzw. dem Schutz vor Karies? Die Antwort liefert ÖKO-TEST: “In rund 80 Prozent der getesteten Bio-Zahnpasten für Erwachsene fehlt ein nachweisbarer Schutz vor Karies.” Ein Großteil der getesteten Bio-Zahnpasta enthält kein oder zu wenig Fluorid und fällt deshalb mit den Noten “mangelhaft” oder “ungenügend” durch.

13 fluoridhaltige Bio-Zahncremes “sehr gut”

Immerhin: 13 fluoridhaltige Bio-Zahnpasten für Erwachsene konnte ÖKO-TEST mit „sehr gut“ empfehlen, darunter die Marken Alterra Zahncreme Bio-Minze (Rossmann, 1.400 ppm aus Natriumfluorid) und Alverde 5 in 1 Zahncreme Nanaminze (dm, 1.450 ppm aus Natriumfluorid) (alle Testergebnisse: hier). Getestet wurden die Inhaltsstoffe, nicht die vom Hersteller versprochene Wirkung der Produkte. Wenn kein Kariesschutz durch Fluorid oder keine Mengenangabe zum Fluoridgehalt angegeben wurde, fiel das Ergebnis vier Noten schlechter aus. Ebenso, wenn nur ein sehr geringer Fluoridgehalt enthalten war.

Welche Fluoridmenge ist denn eigentlich ausreichend? Die Bundeszahnärztekammer empfiehlt in einer Patienteninformation, die Konzentration von 0,10 bis 0,15 % Fluorid (= 1000–1500 ppm) in Zahnpasta für Erwachsene. Hiermit kann nach Durchbruch der ersten bleibenden Zähne geputzt werden. Bei Kindern mit Milchzähnen sollte die Konzentration mit maximal 0,05 % Fluorid niedriger sein (= 500 ppm).

Fluorid in Zahnpasta ist nicht giftig, sondern wirksam

Mit dem Vorurteil, dass Fluorid giftig ist, räumt die ÖKO-TEST auch auf: Giftig ist der Stoff erst, wenn er extrem überdosiert wird was mit Zahnpasta nahezu unmöglich ist. “Auch wer Zahncreme beim Putzen immer komplett verschluckt, schafft das nicht.” Wer sich vor Karies schützen will, muss also regelmäßig und mit der richtigen Technik mit fluoridhaltiger Zahnpasta Zähne putzen.

Da der Test einzelne fluoridhaltige Bio-Zahncremes für “sehr gut” befunden hat, kannst Du Deinen gegenüber herkömmlicher Zahnpasta kritisch eingestellten Patienten künftig empfehlen, einen Blick in den Testbericht zu werfen. Wer sich für eine dieser 13 Zahnpasten entscheidet, hat jedenfalls einen ausreichenden Kariesschutz durch Fluorid.



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