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Die neue PAR-Richtlinie

Effiziente Befundevaluation

Befundevaluation aufgezeichnet mit ParoStatus.de

Copyright © ParoStatus

Aufgrund verschiedener Krankheitsverläufe und Schweregrade der Parodontalerkrankungen haben die Erfassung, die Beurteilung und die regelmäßige Befundevaluation der Parameter einen besonders hohen Stellenwert. Die Komplexität der Parodontitis macht eine umfangreiche Befunderhebung und eine umfassende, wiederholte Einschätzung des individuellen Risikos erforderlich.

Effizienz der Befundevaluation

Für die Effizienz der Befundevaluation ist es wichtig, dass der Aufwand, bzw. die finanziellen Ressourcen in einem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen steht.  Das ist mit der neuen Positionen BEVa und BEVb in der neuen PAR-Richtlinie jetzt der Fall und mit 37,28 Euro abrechenbar. (Basierend auf dem PAR-Punktwert der Kassengruppe 1 /Primärkassen in Niedersachsen – 1,1650 Euro, Stand 03.06.2021)

Die BEVa und BEVb

Wenn das parodontale Gewebe abgeheilt ist, soll die individuelle Reaktion der Patienten auf die  Maßnahmen der bisherigen Therapie bewertet werden. So können wir den Erfolg der Maßnahmen beurteilen und weitere Therapiemaßnahmen besser planen.          

Die Leistungen kommen sowohl im Anschluss der Antiinfektiösen Therapie (AIT) als auch im Anschluss an die Chirurgische Therapie (CPT) in Betracht. Dementsprechend wurden zwei Positionen geschaffen: Die BEVa wird nach 3 bis 6 Monaten nach der AIT und die BEVb nach weiteren 3 bis 6 Monate nach CPT durchgeführt. Diese Aufteilung dient der Nachvollziehbarkeit der jeweiligen Häufigkeiten zum Zweck der Auswertung.

Umsetzung in der Praxis mit digitaler Unterstützung

Vieles ist nun für die Praxen neu und stellt das Team vor Herausforderungen. Den Knochenabbau-Index in Beziehung zum Alter des Patienten dokumentieren? Viel Neues, das jetzt in die Abläufe integriert werden muss. Das ruft ein wenig nach Digitalisierung!

Um wirtschaftlich effektive Abläufe für die Praxis zu garantieren, sollte eine digitale Unterstützung in Anspruch genommen werden – und ganz nebenbei ist die digitale Unterstützung auch ein Marketingtool … wenn man dem Patient seine Befunde zum Beispiel  auf dem iPad zeigt. Ein praxistaugliches und weit verbreitetes Programm ist der ParoStatus.de.

Das Programm wurde von Fachleuten entwickelt – Dentalhygienikerinnen, Zahnärzte, Zahnmedizinische Prophylaxe-Assistentinnen, Fachgesellschaften und Professoren haben zusammengearbeitet, um zum einen, alle wissenschaftlichen Erkenntnisse immer aktuell einfließen zu lassen und zum anderen, auch immer den Nutzen für Patient und Praxis im Blick zu behalten. Ganz neu ist die Integration der neuen PAR- Therapiestrecke, um den Praxen die größtmögliche Unterstützung in dieser Situation zu bieten. Die Software enthält eine Vielzahl von Tools, u.a. Vergleichsmodule, leicht verständliche Grafiken und Schaubilder, die mit einer integrierten Vergrößerungsfunktion bei vielen Patienten ein „Aha-Erlebnis“ auslösen. Abgerundet wird dieses Programm durch kleine Erklärvideos, die den Patienten fast schon zwangsläufig in die Kommunikation mit einbinden, eine gute Unterstützung für die neue Leistung ATG (Aufklärungs- und Therapiegespräch).  Alle Befunde und Indices werden vom Behandler ohne Assistenz erhoben und auf einem einzigen Befundblatt sehr übersichtlich dargestellt. Ist der Befund erhoben, kann dieser in die Neue Klassifikation eingestuft werden. Die Programmierer haben mit einigen Wissenschaftlern zusammengearbeitet und die Inhalte der neuen Klassifikation in eine Systematik programmiert. Mit nur einem Maus-Klick wird der Patient auf Grundlage der erhobenen Befunde entsprechend der Neuen Klassifikation eingestuft. Das Programm erkennt auch Trennunschärfen, die dann durch gezielte Fragen durch den Behandler mit einem Maus-Click beantwortet werden und so die Einstufung durch den Zahnarzt finalisiert wird. Ein enormer Zeitgewinn!

Für die Praxis sind die Grafiken zur Einstufung des Patienten und die Vergleichsmodule wichtig und sinnvoll, denn die alte Weisheit, dass Bilder mehr sagen als tausend Worte, hat immer noch Gültigkeit. Es ist toll für die Patienten und auch für uns als Behandler, wenn bei der Reevaluation der Patient im ParoStatus als „erfolgreich behandelt“ eingestuft wird – eine bessere Motivation das folgende Recall für die UPT einzuhalten gibt es nicht!

Fazit

Die Befundevaluation ist ein wichtiger Vergleich, Verläufe können dargestellt werden und so eine personalisierte Therapie gewährleisten.  Die PA-Befunde haben in diesem Zusammenhang eine Doppelwirkung: Einerseits zur Dokumentation und Behandlungsplanung – andererseits zur ständigen Motivierung der Patienten, dem Präventions- und PA-Konzept in der Praxis treu zu bleiben.



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